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Weine

Cornalin – Collection Chandra Kurt

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Degutstationsnotizen

 

Ein Walliser Unikat voller Kraft, Fülle und Dynamik. Dieser intensive Rotwein wird von Aromen von Kirschen-, Johannisbeeren- und Gewürznelken dominiert. Im Gaumen ist er sowohl saftig, wie auch kernig. Dekantieren tut ihm gut. Ein Wein, mit feuriger Seele, der perfekt zu Wild, Ente, rotem Fleisch und würzigen Gerichten passt.


Servieren bei 16–18°C

Lagerfähigkeit 5 bis 7 Jahre

Cornalin
Der moderne Rote

 

  • Geschichte
    Die Traube wurde 1313 zum ersten Mal im Register von Annivisier (eine der ältesten Urkunden, welche von den Wallis angebauten Reben spricht) erwähnt. In der Urkunde wird vom Verkauf von Weinbergen in der Gegend von Granges gesprochen. Es ist die Rede von einem «Zins von drei Sorten gut ausgereifter Trauben, scilicet de Neyrum, de Humagny et de Regy», Reben, die wir heute unter dem Namen Cornalin du Valais, Humagne Blanche und Resi kennen.
    Cornalin du Valais ist aus einer natürlichen Kreuzung der Aostataler Rebsorten Petit Rouge und Mayolet hervorgegangen. Bis im 19. Jahrhundert ist sie im ganzen Wallis stark verbreitet. Im 20. Jahrhundert nahm die Anbaufläche rapide ab, da es vermehrt einfach zu kultivierende Rebsorten gab. Es bleiben nur noch wenige Stöcke übrig, als 1972 der Agronomingenieur Jean Nicollier das Gewächs rehabilitiert und (fälschlicherweise) auf den Namen «Cornalin» tauft. Richtig müsste der Name «Cornalin du Valais» heissen, zumal es im Aostatal bereits eine Sorte gibt, die auf Cornalin getauft ist. Diese entspricht im Wallis dem Humagne Rouge.

  • Charakteristiken
    Sowohl im Rebberg, wie auch im Glas geht der Cornalin eigene Wege. Im Rebberg ist er der «erste farbige Wein im Wallis», zumal sich sein Blattwerk sehr früh verfärbt. Im Glas ist er dunkler, als die meisten anderen Walliser Weine – inklusive des Syrah. Seine rote ins violette übergehende Farbe ist von einmaliger Intensität. In der Nase merkt man Aromen von roten Früchten (schwarze Johannisbeeren, Kirschen und Brombeeren). Als junger Wein tendiert der Cornalin speziell durch seine hochkonzentrierte Seite aufzufallen und vermittelt schnell einmal einen barschen, ungezähmten Eindruck. Lässt man ihm etwas Reifezeit (2–3 Jahre) hinterlässt er im Mund einen mächtigen und langen Eindruck. Seine fruchtige Konzentration, die stark an schwarze Kirschen denken lässt, sowie seine schwache Säure machen ihn zu einem Wein mit einem samtigen Charakter. Je älter er wird, desto stärker kommen Gewürznoten, wie Pfeffer, Gewürznelken und Zimt hervor. Die intensiven Gerbstoffe lassen mit der Zeit nach. Wie der Humagne Rouge passt auch der Cornalin hervorragend zu Wildgerichten.


    Vinifizierung

    Die Cornalin-Trauben werden bei der Ernte sorgfältig sortiert, damit nur perfekt ausgereifte Beeren mit unversehrten Schalen in die Kelter gelangen. Nach einer siebentägigen kalten Mazeration auf der Schale wird mit ausgewählten Hefen die alkoholische Gärung aktiviert. Das Umwälzen geschieht schonend mit einer Pumpe und während einer auf einen Drittel der Gärtankfüllung beschränkten Dauer, jeweils zweimal täglich während der Fermentationszeit. Die Maische bleibt nach Abschluss der alkoholischen Gärung noch zwanzig Tage im Tank liegen, bevor der von selbst abfliessende Saft aufgefangen wird. Diese Cuvée macht anschliessend eine malolaktische Gärung durch. Wegen ihrer hohen Konzentration wird sie in der Folge mehrfach umgefüllt und belüftet, bevor der Wein einige Tage vor dem Flaschenabzug durch tangentiale Keramikfiltration geklärt wird.

Das Weinseller Journal

Ergänzend zum Weinseller – der seit 20 Jahren erscheint – vermittelt das Journal vier Mal im Jahr Weinwissen für den täglichen Wein­genuss.

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