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Weine

Petite Arvine – Collection Chandra Kurt

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Degutstationsnotizen

 

Diese Petite Arvine ist voller Energie mit Aromen von Zitrusfrüchten, kandiertem Ginger und Fleur de Sel. Die Säure ist pikant und wunderbar eingebunden. Kaum im Gaumen spürt man die Kraft dieses trockenen Weissweines. Das Finale ist lang und komplex mit einer rassigen Sweet&Sour-Aromatik. Eine Entdeckung, die zu Fischgerichten oder Dim-Sum serviert werden kann.

 

Servieren bei 10–12°C

Lagerfähigkeit 5 bis 7 Jahre

Auszeichnungen Petite Arvine 2011

 

Silber: Grand Prix des Vins Suisses 2012


Silber: Sélection Vins du Valais – Printemps 2012

Petite Arvine
Der komplexe Weisse

 

  • Geschichte
    Für die einen ist sie «Die Königin des Wallis» für mich ist sie, was der Grüne Veltliner für Österreich ist – Botschafterin und Identifikationsfigur einer Weinregion. Den Ruf, eine der qualitativ besten und eigenständigsten Weissweinsorten der Schweiz zu sein, hat sie erst vor kurzem erlangt – wenn man an ihre historische Wurzeln denkt. Dies ist eine alte einheimische Rebsorte aus dem Wallis. Erstmals erwähnt wurde sie in einem Dokument aus 1602. Je nach dem ob das Dokumente in Französischer oder Lateinischer Sprache verfasst war, wurden Bezeichnungen wie Arvina, Arvena, Ervinaz, Arvigne oder Arvine verwendet. Ende des 17. Jahrhunderts wurde mehr und mehr von Arvine gesprochen, wobei sie weniger wichtig war als Muscat oder Humagne, wie aber auch als Resi, Gouais und Malvoisie. Der Name, der aus dem Lateinischen abgeleitet ist, weist lediglich darauf hin, dass die Rebe womöglich über das savoyische Arve-Tal ins Wallis gelangte – wobei das reine Spekulation ist. Ausserhalb des Wallis ist die Sorte praktisch nur im Aosta-Tal anzutreffen.
    Heute ist die Petite Arvine die meistkultivierte Spezialität des Wallis. 1990 betrug die Anbaufläche der Sorte 30 Hektaren – inzwischen ist sie auf über 150 Hektaren angestiegen – Tendenz steigend. Ihr bevorzugtes Terroir liegt zwischen Martigny und Sierre in der so genannten ersten Zone.

  • Charakteristiken

    Die Charakteristik des Petite Arvine Wein ist sehr aromatisch, komplex und herzhaft mit Aromen, die an Zitrusfrüchte und exotische Blumen denken lassen. Aus Arvine lässt sich eine grosse Vielfalt an Weinstilen herstellen: von trockenen, kräftigen über würzige Weine, bis zu leicht süsslichen und extra—ordinären Süssweinen, die Weltruhm erlangt haben. Im Glas ist sie grandios und mächtig wie eine Diva, nachdem sie zuvor höchste Ansprüche an Klima und Pflege im Rebberg gestellt hat. Trocken vinifiziert ergibt die Petite Arvine Weine von grosser Klasse, mit feinen Aromen von Grapefruit, Glyzinien, Rhabarber und Honig, im Finale oft mit der für die Sorte typischen kleinen Salznote. Die Süssweine, gekeltert aus spät gelesenen Trauben, sind harmonisch und machtvoll – sie verdienen es, einige Jahre im Keller zu reifen, um auf ihrem Höhepunkt genossen zu werden. Und der Höhepunkt verlangt nach einigen Jahren der Lagerung. Jung genossen sind sie auch schön, aber richtig gross werden die Weine erst mit der Zeit.


    Vinifizierung

    Das Abpressen erfolgt auf sanfte Weise mittels pneumatischer Pressen. Anschliessend werden die Moste bei niedriger Temperatur sorgfältig vorgeklärt, um die in den Beerenhäuten enthaltenen Aromenvorstufen zu bewahren. Die Gärung wird mit ausgewählten Hefen eingeleitet und dauert 30 bis 40 Tage bei einer kontrollierten Temperatur von 20°C. Die Cuvées bleiben auf der frischen Hefe und werden stabilisiert, um jede malolaktische Gärung auszuschliessen. Während des Ausbaus werden die Hefestoffe regelmässig aufgerührt, um den gleichmässigen Sauerstoffabbau zu fördern, was die Entfaltung der sortentypischen Aromen fördert. Während des Ausbaus wird auf Abziehen und Filtern verzichtet, da der
    Jungwein vorgängig präventiv mit Bentonit geschönt wurde, um Eiweisstrübungen zu verhindern. Einige Tage vor dem Flaschenabzug wird der Wein mit einem keramischen Tangentialfilter geklärt.

     

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