Logo

Weinseller

Guter Wein zu guten Preisen

merken
Der Weinseller 2017

Die 19. Ausgabe des Weinsellers ist das Standardwerk für den preisbewussten Einkauf, versehen mit zahlreichen kulinarischen Tipps.

 

Chandra Kurt stellt im Weinseller das Kernsortiment des Schweizer Detailhandels vor. Partner des Weinsellers sind Aldi, Coop, Denner, Globus, Lidl, Manor, Spar und Volg.

 
Weinseller Guide des vins 2017

Quatorsième édition disponible

 

«Le Weinseller 2017» présente des bonnes affaires et des trouvailles disponibles chez les grand surfaces Suisses.


savoir plus

Weinseller-App 2017

Weine finden noch einfacher gemacht

 

Die App «Weinseller 2017» enthält sämtliche Weine, die im Buch vorgestellt und bewertet sind: eine Weinselektion der Kernsortimente von Aldi, Coop, Denner, Globus, Lidl, Manor, Spar und Volg. Ideal, um im Schweizer Detailhandel beim Weineinkauf die besten Schnäppchen zu finden! Über 500 Weinratings immer dabei – mit zusätzlichen Funktionen, die im Buch nicht enthalten sind: Praktische Such- und Sortierfunktionen nach Anbieter, Weintyp, Land, Preis und Bewertung. Storelocator. Direkter Kontakt zu Chandra Kurt und zur Facebook-Community.

Praktisch und immer in Ihrer Tasche!
Jetzt für CHF 14.– im App Store erhältlich.

 

zum App Store

  • Weinseller-Statistik 2017

     

    Jeder Anbieter stellt die Weine eigenständig zusammen, die ich verkoste. Die einzige Vorgabe ist, dass die meisten Weine plus/minus CHF 15.– kosten und dass sie (wenn möglich) in allen Filialen erhältlich sind. Bei den beiden Harddiscountern Aldi und Lidl kostet die Mehrheit der Weine weniger als CHF 10.–.

    Verkostete Weine:

    546 (davon 287 Rotweine, 163 Weissweine, 53 Schaumweine, 28 Roséweine und 15 Süssweine)

    Wichtigste Länder:

    Italien (143), Schweiz (135), Frankreich (1) und Spanien (74), USA (17), Österreich (13), Portugal (13)

    Alte Welt versus Neue Welt: 

    496 Weine aus der Alten Welt (Europa); 50 Weine aus der Neuen Welt (Amerika, Australien, Neuseeland, Südafrika)

    Total Länder: 

    14

    Regionen der Schweiz:

    Wallis (55), Waadt (41), Deutschschweiz (23), Tessin (11), Drei-Seen (3), Genf (2)

    Preisspanne: 

    von CHF 2.79 bis 69.90

    Gewichtung: 

    139 Weine zwischen CHF 5.– und 10.–

    159 Weine zwischen CHF 10.– und 15.–

    120 Weine zwischen CHF 15.– und 20.–

  • Wer steht hinter dem Weinseller?

     

    Der Weinseller ist ein finanziell unabhängiger Einkaufsführer. Die Beiträge sind weder gesponsert noch finanziert. Jahr für Jahr steht es den Schweizer Grossverteilern und Discounter offen, ob sie ihre Weine durch Chandra Kurt verkosten lassen wollen oder nicht. Die Autorin besteht auf dieses Vorgehen, zumal es ihr wichtig ist, dass die Auswahl des Kernsortiments durch die verantwortlichen Weineinkäufer gemacht wird und durch diese Zusammenarbeit eine optimale Weinauswahl getroffen wird. Denn primäres Ziel des Weinsellers ist es, im grossen Weingebot eine Einkaufshilfe zu sein. Chandra Kurt behält sich das Recht vor, Weine, die ihr gar nicht zusagen, nicht im Buch aufzuführen, zumal der Platz den guten Weinen gewidmet ist.
     
    Der Weinseller gibt einen spannenden Einblick in das Weinangebot des Schweizer Detailhandels, der weltweit als einer der Vielfältigsten gilt.

  • Schweizer Statistik

     

    Schweizerinnen und Schweizer haben im Jahr 2015 total 263 Millionen Liter Wein konsumiert, also 3 Millionen Liter weniger als im Jahr davor. Entgegen diesem Trend ist der Konsum an Schweizer Weinen um 549’500 Liter auf knapp 99 Millionen Liter gestiegen, was einem Marktanteil von 37,5% entspricht. Primär wurden weniger ausländische Rotweine, dafür mehr Schweizer Rotweine genossen. Bei den Weissweinen ist es gerade umgekehrt. Erneut gestiegen ist der Konsum von Schaumweinen, nämlich um 571’300 Liter auf jetzt gut 18 Millionen Liter. Ein Trend, der seit einigen Jahren anhält. Gesamthaft wurden im Jahr 2015 rund 188 Millionen Liter an Weinen, Schaumweinen, Süssweinen, Weinspezialitäten, Mistellen und Traubenmosten importiert. Dies sind 438’300 Liter weniger als im Vorjahr. Bei den Herkunftsländern führt weiterhin Italien mit knapp 71 Millionen Litern vor Frankreich mit knapp 40 Millionen Litern und Spanien mit 37 Millionen Litern. Aus Portugal werden rund 11 Millionen Liter eingeführt.

    Der Pro-Kopf-Konsum beträgt rund 34,7 Liter. In Italien beträgt er 37 Liter und in Frankreich beträgt er 42 Liter (1965 waren es noch 160 Liter).

    Der Durchschnittspreis für einen Liter Schweizer AOC-Wein beträgt Fr. 12.38 – was sehr hoch ist, denn der Durchschnittspreis aller exportierter Weine aus allen Ländern liegt bei 2,60 Euro pro Liter. Der Durchschnittspreis für einen Liter Wein aus Frankreich ist 5,40 €, für einen Liter Wein aus Italien 2,5 €, für einen Liter aus Spanien 1,1 €, Chile und Australien 1,7 € - um einige Preise zu nennen.

    Die Rebfläche der Schweiz beträgt im Jahr 2015 14’793 Hektaren. Wie in den vergangenen Jahren hat sie im Vergleich zu 2014 nur unwesentlich, das heisst um 42 Hektaren, abgenommen. Mehr als die Hälfte der Rebfläche ist unverändert mit roten Rebsorten bestockt. Am meisten rote Trauben wachsen im Kanton Wallis, dem mit 4’906 Hektaren grössten Weinbaukanton der Schweiz. Am meisten weisse Reben befinden sich im Kanton Waadt, dem mit 3’771 Hektaren zweitgrössten Weinbaukanton der Schweiz. Mehr weisse Reben als rote stehen nur noch in der Region Bielersee sowie in den Kantonen Freiburg, Luzern, Jura und Zug. Den grösste Anteil an roten Rebsorten besitzt die Region Misox und der Kanton Tessin mit über 90%. In den Deutschschweizer Weinbaukantonen beträgt der durchschnittliche Anteil der roten Rebsorten 71%.

  •  

     

    Bei den weissen Rebsorten dominiert weiterhin die Chasselas-Traube (Gutedel). Ihre Anbaufläche nahm jedoch gegenüber 2014 um 47 Hektaren auf 3’838 Hektaren ab. Sie wird vor allem in den Westschweizer Weinbaukantonen häufig angebaut. Bei den roten Rebsorten werden 4’207 Hektaren Pinot-Noir-Trauben (Blauburgunder) angebaut, wobei diese Sorte in praktisch allen Weinbaukantonen verbreitet ist. Gegenüber 2014 beansprucht diese Rebsorte 54 Hektaren weniger Fläche, womit sich der rückläufige Trend bei dieser Sorte fortsetzt. Ebenfalls rückläufig ist der Trend bei der Gamay-Traube, die schwergewichtig in der Westschweiz und dort speziell im Kanton Genf, dem mit 1’411 Hektaren drittgrössten Weinbaukanton, weit verbreitet ist. Sie wächst noch auf 1’341 Hektaren, was im Vergleich zum Vorjahr 41 Hektaren weniger sind. Zugenommen hat hingegen die Rebfläche der Merlot-Traube, die vor allem im Kanton Tessin und im Misox weit verbreitet ist. Ihre Fläche beträgt neu 1’124 Hektaren, das sind 39 Hektaren mehr als im Vorjahr.

    Globale Statistik

     

    Die grössten Rebflächen der Welt teilen sich wie folgt auf: Spanien 1,02 Millionen Hektaren Reben, China 830’000 Hektaren, Frankreich 786’000 Hektaren, Italien 682’000 Hektaren, Türkei 497’000, USA 419’000, Argentinien 225’000, Portugal 217’000, Chile 211’000, Rumänien 192’000, Deutschland 102’000, Österreich 46’000, Schweiz knapp 15’000 Hektaren.

  • Einige Zukunftstrends

     

    Wachsender Online-Kanal
    Weiterhin im Vormarsch sind Weinverkäufe über das Internet. Auch der Preiskampf via Internet legt weiter zu. Auf dem Schweizer Markt sind neu Plattformen wie www.weinclub.com (Ringier), www.wine-in-black.ch und www.vinexus.ch aktiv, die wohl die Weine sehr attraktiv vorstellen, bei den Preisen aber immer tiefer gehen. Dank zahlreichen neuen Apps und Plattformen vergleichen Konsumenten mehr und mehr den Preis, was dazu führen kann, dass ein möglichst tiefer Preis wichtiger wird, als der ursprüngliche Absender der Weine (aus welchem Lager kommen sie wirklich). Auf der anderen Seite sind Dienstleistungen wie «Click & Collect», wie sie zum Beispiel Manor anbietet, ein zunehmender Erfolg. Auch die Weinplattform www.mondovino.ch von Coop wächst ständig.

    Basisweine versus Markenweine

    Sowohl günstige Basisweine wie hochwertigere Marken- oder Premiumweine wachsen. Bei den Basisweinen ist die Rebsorte und das Herkunftsland auf dem Etikett wichtig, bei den qualitativ besseren Weinen der Name des Produzenten oder der Brand. Je günstiger ein Wein, desto wichtiger die Traubensorte.

    Drinks mit Wein
    Eine neue Trinkgeneration hat keine Mühe damit, dass Wein gar nicht mehr wie Wein schmeckt. Im Gegenteil. Je aromatischer und süsser, desto besser. Dieser lockere Weinumgang geht sogar soweit, dass Wein für das Mischen von Cocktail verwendet wird. Die meisten dieser neuen Weinkreationen sind schäumend.

    On the rocks
    Ist heute auch beim Wein salonfähig geworden. Während früher das Bestellen eines «gespritzen Weissen» ein Indiz war, dass man Wein nicht als heiliges Kulturgut betrachtete, ist es heute absolut ok, einen Rosé on the rocks zum Apéro zu geniessen und nachher einen Bordeaux Grand Cru (natürlich ohne Eis) zum Essen. Die wichtigen Champagnerhäuser wie Pommery, Veuve Clicquot oder Moët Chandon, die als Trendvorreiter bekannt sind, haben sogar extra neue Produkte kreiert, die speziell für den Genuss «on ice» gedacht sind.

     

    Prosecco-Boom
    Es ist der beliebteste Schaumwein, wenn es nicht teuer und spassig zu und her gehen soll. Prosecco variiert in den Qualitätsstufen vom einfachen Schaumwein bis zu Lagen- oder Bio-Prosecco. Nach dem teuren Champagner ist Prosecco das erfolgreichste Schaumweinprodukt überhaupt. Neu entdeckt man auch Prosecco Bars, wie etwa vom Produzenten Bottega.

    Wein mit Geschichten
    Ein Wein ohne eine spezielle Geschichte wird immer schwerer zu verkaufen – ausser er ist so günstig, dass der Preis der Kaufgrund ist und es im Grunde gleich ist, was in der Flasche steckt. Weine müssen entweder von einem bekannten Winzer, einer bekannten Marke oder einem Weingut mit einer einmaligen Geschichte stammen. Oder sie haben ein einmalig schräges Label, das einem sofort ins Auge sticht. Eine Flasche Wein ohne jeden Erkennungswert hat einen schweren Stand, auch weil die Konsumenten immer mehr über Wein wissen oder online schnell nachschauen können, was vor ihnen steht.

     

    Fair Trade und Nachhaltigkeit
    Beides Begriffe, die wichtige Themen sind. Wir wollen sicher sein, dass die Angestellten eines Weingutes (vor allem in der Neuen Welt) faire Löhne erhalten haben und dass auch auf dem Weingut auch nachhaltig und optimal gearbeitet worden ist.

  •  

     

    Bio und Orange/Natural Wines

    Diese Kategorie sorgt immer für heftige Diskussionen. Bioweine gehören mittlerweile zu unserem Alltag. Aromatisch sind sie nicht unbedingt besser, aber wir wissen, woher der Wein kommt und wie auf dem Weingut gearbeitet worden ist. Die sogenannten «orange»- oder «natural»-Weine sind um Stufen extremer – und meist für den Gaumen eine kleine Herausforderung, da ihre Aromatik neue Wege geht. Nichtsdestotrotz gibt es eine wachsende Anzahl Weinliebhaber, die auf diese Weingattung schwört. Orange Wine wird aus biologischen oder biodynamischen Trauben vinifiziert, wobei keine oder kaum chemische Hilfsmittel verwendet werden und mit althergebrachten Techniken der Vinifikation gearbeitet wird, wie zum Beispiel der Amphore. Die ganze Hipster-Generation ist besonders affin für diese Weine.

     

    Kleine Distanzen
    Wir gehen gerne einkaufen, wo wir wohnen. Wir kaufen weniger aufs Mal ein, aber dafür häufiger. Daher sind lokale Weinshops, aber auch die Weinabteilungen des Detailhandels populär.

     

    Regionale Spezialitäten
    Neben den grossen Marken, sind regionale Spezialitäten nach wie vor wichtig. Lokal ist in, auch wenn es limitiert erhältlich ist. Es darf auch etwas teurer sein.

     

    Expertenrat
    Wir lassen uns gerne von Experten betraten. Diese kommen auch im Detailhandel mehr und mehr zu Wort. Das können Sommelier, Weinexperten, Weinproduzenten, Weinhändler oder Masters of Wine sein. Wein wird dadurch personalisiert und mit persönlichen Geschichten ergänzt.

     

    Winzer gehen fremd
    Immer mehr Winzer kreieren fern von ihrem Familienweingut zusätzliche Weine in Zusammenarbeit mit einem dort bereits bestehenden Weingut. So etwa Dirk van der Niepoort (Niepoort), Aubert de Villaine (Domaine de la Romanée Conti), Markus Schneider (Weingut Schneider) oder Michel Chapoutier (M. Chapoutier) - um einige zu nennen. Interessant daran ist, dass eine neue Weinstilistik entsteht, die das traditionell Bestehende mit dem innovativ Neuen kombiniert.

     

    We-World
    Auch wenn bis jetzt in Singlehaushalten gerne mehr Wein konsumiert worden ist, als in Familienhaushalten, zeichnet sich eine neue Wohn-Bewegung ab. Die We-World-Gemeinschaft. Man lebt in einem grossen Haus zusammen und ist so nicht alleine und doch für sich selbst. In den USA sind bereits die ersten «WeLive»-Häuser entstanden, während in Deutschland die Anzahl an gemischten WGs (Alt und Jung) laufend zunimmt. Dieses Zusammenleben wird auch einen Einfluss auf den Weinkonsum haben.

     

    Grosse Formate
    Grosse Formate wie die Magnum-Flasche (1,5l) waren bis anhin nur bei den teureren Weinen üblich. Neu werden auch günstigere Weine darin abgefüllt. Auch Roséweine findet man mehr und mehr in den Grossflaschen. Es sind perfekte Geschenke und in der Gemeinschaft macht das Entkorken einer solchen Flasche mehr Spass, als das Öffnen mehrerer 7,5-dl-Flaschen.

     

    Maremma
    Die Primitivo-Traube aus dem Süden Italiens ist nach wie vor im Trend. Genauso wie andere autochthone (lokale) Sorten wie etwa Negroamaro oder Nero D’Avola. Neu kommen Weine aus der Maremma (Toskana) dazu. Sie sind meist eine Assemblage aus den Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Sangiovese, kommen aber wegen der Wärme der Region vollmundig, barock und sehr füllig daher.

     

    Weinfestivals
    Wine & Food Festivals werden zu einer neuen Plattform, um Wein mit seinen Kollegen kennenzulernen und zu trinken. Da diese Events nicht alleine von Wein handeln, richten sie sich auch an ein breiteres Publikum. Auch finden sie im Zentrum der Stadt statt – meist in einer urbanen Randzone und nicht wie die «Fête de Vendanges» auf dem Land in den Winzergemeinden.

Neu: Das Weinseller Journal

Ergänzend zum Weinseller – der seit 19 Jahren erscheint – vermittelt das Journal vier Mal im Jahr Weinwissen für den täglichen Wein­genuss.

Weinseller Journal abonnieren

Newsletter

Verpassen Sie nichts: abonnieren Sie den Newsletter von Chandra Kurt.

zur aktuellen Ausgabe